Meine sportliche Karriere begann in Hennstedt in Dithmarschen. 1996 gründete mein Vater, Horstjürgen Werner beim SSV Hennstedt eine Leistungsturngruppe für Jungen. Seitdem bin ich immer noch aktiv. In den 24 Jahren gab es für mich verschiedene Stationen in meinem Leben, überall konnte ich turnbegeisterte Menschen finden.
Beim SSV Hennstedt war ich als Schüler und Jugendlicher erfolgreich. Mehrere Titel als
Kreismeister in Dithmarschen, Landesmeister Mehrkampf im Kunstturnen in Schleswig-Holstein. Von meinem 13. bis zu meinem 19. Lebensjahr habe ich regelmäßig an den deutschen Mehrkampfmeisterschaften im Jahn-Kampf teilgenommen, der die Sportarten Turnen, Leichtathletik und Schwimmen miteinander verbindet und somit besonders das vielseitige Sporttreiben fördert und fordert. Im weiteren Verlauf meiner persönlichen und sportlichen Karriere trieb es mich nach Hamburg, dort turnte ich für den Altonaer TSV in der Landesliga in Schleswig-Holstein und trainierte vier Tage/Woche à drei Stunden im Leistungszentrum. In dieser Zeit begriff ich, was es für ein unbeschreibliches Gefühl ist, sich in

Saltos zu überschlagen und sich für eine kurze Zeit schwerelos zu ahnen und entschied mich dafür das Turnen zu fokussieren.
Nach meinem Abitur 2011 brauchte ich eine Auszeit. Ich wollte nicht direkt nach der Schule schon wieder die Bankdrücken und entschied mich für 7 Monate nach Australien zu reisen. Work-And-Travel auf eigene Faust. Ich wollte mein Englisch verbessern und Spaß haben. Dort angekommen fand ich Arbeit auf einer Go-Kart-Bahn in Newcastle, New South Wales (NSW). Nach einem Monat merkte ich jedoch, dass mir etwas fehlt. Mir kribbelten die Finger. Ich musste irgendwo Turnen. Nach einer kurzen Recherche im Internet fand ich das Hunter Sports Center in Glendale, NSW. Dort trainierte ich für etwa 3 Monate und trat dort an den Landesmeisterschaften von NSW an und wurde Meister im Gerätefinale an den Ringen.
Zurück in Deutschland hieß es dann für mich mein Studium zu beginnen. Berlin war die nächste Station, auch in dieser Zeit fand ich Anschluss zum Turnen in einem Sportverein. Allerdings hielt es mich in der Bundeshauptstadt nur ein halbes Jahr, denn ich hatte mich für den falschen Studiengang entschieden. Nach erfolgreich absolvierter Sporteignungsprüfung an der Sporthochschule Köln, standen mir die Türen zum Sportstudium Bundesweit offen. Ich entschied mich für Bochum. Ich wollte nicht nach Köln, wieder Großstadt musste nicht sein.
In Bochum studierte ich Sportwissenschaft mit dem Schwerpunkt Freizeit-Gesundheit Training und erreichte den akademischen Grad des Bachelors of Science.
Auch in Bochum konnte ich nicht lange ohne die Turnerei aushalten und wand mich dort an den Verein Turnzentrum Bochum-Witten 2010 e.V. Mit diesem Verein erreichte ich meinen höchsten sportlichen Erfolg. Die aktive Teilnahme in der 2. Bundesliga im Kunstturnen. Ich hätte nie gedacht, dass es mich zurück zu meinen Wurzeln, nach Dithmarschen verschlägt. Ich habe viel erlebt und freue mich sehr wieder zurück zu sein. Ich danke dem MTV von1860 Heide e.V. für die Chance mich als Trainer in Dithmarschen beweisen zu können.
Mein Ziel ist es im MTV das Turnen für Jungen wieder aufleben zu lassen. Über Spaß an Bewegung und Spiel, soll sich diese Gruppe auch zum Leistungsturnen entwickeln. Die Mädchenriege hat mit Sara Mumm und Evelin Lüer zwei sehr gute Trainerinnen. Für die Mädchen steht als nächstes der Ausbau in das Kür-Turnen an. Langfristig sollen sich die Jungen, wie auch die Mädchen, als leistungsstarkes Team in der Turnliga in Schleswig-Holstein etablieren.